Ein Jahr Jagdhundeschule – Rückblick 2025

Hunde, Menschen, Prüfungen – und der Weg dazwischen

Vor einem Jahr habe ich die Jagdhundeschule gegründet – mit dem Ziel, Hunde praxisnah und fair auszubilden. Ein Jahr später blicke ich zurück auf Höhen und Tiefen, vor allem aber auf zahlreiche Stunden gemeinsamer Arbeit mit motivierten Hundeführern und ihren Hunden.

Frühjahr – Anlagenprüfungen

Das Frühjahr stand im Zeichen der Anlagenprüfungen. Junge Hunde, viel Erwartung und viel Vorbereitung. Juno, eine Weimaraner-Langhaar-Hündin, konnte ihre Anlagen sauber zeigen und bestand die VJP mit Sichtlaut-Eintrag.

Nicht jede Prüfung läuft beim ersten Anlauf perfekt. Hennes, ein Ungarisch-Drahthaar mit viel Jagdpassion, war beim ersten Anlauf bestens vorbereitet – doch die Prüfungsbedingungen spielten nicht mit. Entscheidend war: Dranbleiben. Mit gezielter Vorbereitung folgte eine deutlich bessere Wiederholung, ebenfalls mit Sichtlaut.

Sommer – Weiterführende Prüfungen

Im Sommer rückten weiterführende Prüfungen und die praktische Arbeit in den Fokus. Hennes bestand die HZP sowie die Brauchbarkeit (§ 6). Juno legte im Herbst zusätzlich die Brauchbarkeit (§ 7) ab. Livi, ein Labrador, wurde gezielt auf die BLP vorbereitet und konnte diese als Suchensieger abschließen.

Mit meinem Hund Fiu (Ungarisch Kurzhaar) erreichten wir bei der VGP den zweiten Platz von sechs Gespannen.

Alltag – Training im Revier

Neben den Prüfungen prägten zahlreiche Trainingsstunden den Alltag. Auch der Austausch außerhalb des Reviers gehörte dazu, unter anderem durch Fortbildungen und einen eigenen Stand auf der Hundemesse in Mönchengladbach mit Vortrag zum Anti-Jagd-Training.

Zwei Welpengruppen, die später in Junghundegruppen übergingen, viele Schweißfährten, mehrere Anti-Jagd-Kurse und zahlreiche Einzelstunden mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen rundeten das Jahr ab.

Ein besonderer Dank gilt den Revierpächtern, die uns ihre Reviere geöffnet haben. Ob Wasserarbeit, Schweißfährten oder Training – ohne diese Unterstützung wäre eine praxisnahe Ausbildung nicht möglich gewesen. Vielen Dank für das Vertrauen.

Fazit

Jagdhundeausbildung ist kein schneller Erfolg. Sie ist ein Weg, der Geduld, Konsequenz und Zusammenarbeit erfordert. Am Ende steht ein Hund, auf den man sich im jagdlichen Alltag verlassen kann.

Danke an alle, die diesen Weg mit mir gegangen sind.
Auf ein erfolgreiches Jahr 2025.

Waidmannsheil,
Ferenc